Jesus Christus spricht:
Deshalb sage ich euch: Um was ihr auch bittet – glaubt fest, dass ihr es schon bekommen habt, und Gott wird es euch geben! (Markus 11,24)

"So, meine Kleine, nun zeig mal dem Herrn Pastor, wie schön du beten kannst", sagte eine Mutter zu ihrer Tochter, als der Pastor einen Hausbesuch machte. Das Kind betete mehrere kleine Gebete, mit etwas Widerstreben. "So, und nun, liebe Frau, zeigen Sie doch einmal, ob Sie beten können", sprach der Pastor zu der Mutter. Die entgegnete: "Nein, Herr Pastor, das können Sie doch nicht von mir verlangen, das ist doch was ganz anderes."

Das, was in dieser kleinen Geschichte deutlich wird, ist schon ganz richtig so: Gebet ist nicht eine Demonstration meines Glaubens. Gebet ist zunächst nicht dazu da, um den anderen zu zeigen, wie ich glaube. Gebet ist vielmehr die Grundlage meines Lebens mit Gott. So wie der Fisch das Wasser zum Leben braucht, so brauchen wir das Gespräch mit Gott.

Dass wir mit Gott reden können und wie wir mit ihm reden können, nämlich wie ein Kind mit seinem liebenden Vater, darin liegt eine ganz große Chance für unser Leben. Jesus macht uns das Angebot Ihm alle unsere Bitten, Sorgen und Probleme hinzulegen.  Und er hat versprochen, dass wir dann Empfangende sein werden.  

Die kleine Geschichte zu Anfang macht aber auf eine Gefahr beim Beten aufmerksam: Es geht zunächst nicht um das Aufsagen gelernter Gebete, so gut manche von ihnen sein mögen. Bei dem Gespräch mit Gott geht es zuerst um mein schlichtes Reden mit ihm. Ich berede mit Gott alles das, was mich bewegt.  So wie ein Kind mit der größten Selbstverständlichkeit Dinge mit der Mutter oder dem Vater bedenkt, so wünscht sich das Gott auch mit uns.

Darum wünsche ich Ihnen, dass Sie daran glauben können, wie großartig sie bei Gott dran sind und, dass Sie ganz konkrete Erfahrungen damit machen.

Bleiben Sie bewahrt,

Ihre/Eure Pastorin Imke Scheibling