Glück und Unglück

Eine Parabel aus China erzählt von einem armen Bauern, der einen kleinen Acker mit einem alten müden Pferd bestellt und mehr schlecht als recht mit seinem einzigen Sohn davon lebt. Eines Tages lief ihm das Pferd davon. Alle Nachbarn kamen und bedauern ihn wegen seines Unglücks. Der Blauer blieb ruhig und sagte: „Woher wisst ihr, dass es Unglück ist?“

In der nächsten Woche kam das Pferd zurück und brachte zehn Wildpferde mit. Die Nachbarn kamen und gratulierten ihm zu seinem großen Glück.

Der Bauer antwortete bedächtig: „Woher wisst ihr, dass es Glück ist?“

Der Sohn fing die Pferde ein, nahm sich das wildeste und ritt darauf los.

Aber das wilde Pferd warf ihn ab, und der Sohn brach sich ein Bein.

Alle Nachbarn kamen und jammerten über das Unglück.

Der Bauer blieb wieder ruhig und sagte: „Woher wisst ihr, dass es ein Unglück ist?“

Bald darauf brach ein Krieg aus, und alle jungen Männer mussten zur Armee. Nur der Sohn mit seinem gebrochenen Bein durfte zu Hause bleiben.

 

In der Bibel steht geschrieben:
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

 

Ich wünsche Ihnen, dass sie immer daran festhalten können, dass Gott es gut mit uns meint – auch dann, wenn es mal nicht danach aussieht.

Bleiben Sie bewahrt!

Ihre/Eure Pastorin Imke Scheibling